Nikolaus Geschichte - Sprüche und Gedichte


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Nikolaus Geschichte - Sprüche und Gedichte

Der Nikolaus steht vor der Tür und wir erinnern uns an einen uralten Brauch mit passenden Sprüchen und Gedichten zu diesem vorweihnachtlichen Fest.

Der gefüllte Stiefel

Nikolaus ist der Mann für die Geschenke am 06. Dezember. Mit rotem Gewand und weißem Bart ist er der Vorbote des Weihnachtsmanns, bringt den Kindern Gaben und kündigt die Weihnachtszeit an. Das ist ein in der christlichen Welt verbreiteter Brauch, mit Ursprüngen in Kleinasien und weit zurückreichender Geschichte und Bedeutung. 

Die Geschichte vom Nikolaus

Die Figur ist eine Verschmelzung zweier historischer Personen, des Bischofs Nikolaus von Myra, der im vierten Jahrhundert n. Chr. in Myra lebte und des gleichnamigen Abtes von Sion, Bischof von Pinora, aus dem sechsten Jahrhundert n. Chr., gestorben in Lykien. St. Nikolaus war in seiner Bedeutung ein populärer christlicher Heiliger mit vielen zugeschriebenen Wundertaten. Berühmt ist die "Ausstattung der drei Jungfrauen", wovon wahrscheinlich der Brauch des Stiefelfüllens abgeleitet wurde. Ein armer Vater, so die Geschichte, konnte seinen drei Töchtern keine Mitgift geben. Sie sollten auf der Straße eigenes Geld verdienen. Nikolaus besaß ein Erbe aus Goldklumpen und in drei Nächten legte er je einen in das Haus des Vaters. Dieser konnte durch die Gabe seine Töchter ausstatten und zeigte sich, nachdem er den Geber erkannt hatte, äußerst dankbar. In dieser Tradition werden am Vorabend des 06. Dezember Stiefel oder Teller vor die Tür gestellt oder Strümpfe am Kamin angebracht.

Der Kult um den Heiligen Nikolaus könnte bereits im elften Jahrhundert mit Theophanu, der byzantinischen Frau Ottos des Zweiten, nach Europa gelangt sein und hat zunehmend an Bedeutung gewonnen. Im Zuge der Reformation betrieb Martin Luther die Ablösung des katholischen Heiligen. An seine Stelle setzte er die Kunstfigur und die Geschichte des Christkindes und der 24. Dezember wurde Festtag. 

Gelungen ist diese Vertreibung nicht. Nikolaus blieb als Symbolfigur erhalten. Der Brauch lebt bis heute. Früher erschien er oft als Bischof gekleidet und befragte in Glaubensdingen, heute ist er mehr dem Weihnachtsmann ähnlich und verteilt Geschenke. 

Regional entwickelte sich verschiedenes Brauchtum, wie Umzüge, die Aussendung nach dem Gottesdienst, Spiele und gemeinsames Backen.

Die richtigen Worte

Erscheint Nikolaus persönlich, stellt er vor dem Verteilen der Geschenke Fragen nach dem Betragen, verlangt einen kleinen Beitrag aus dem Repertoire des Kindes und äußert auch Wünsche. Er lobt oder mahnt und schenkt milde gestimmt durch Sprüche oder Lieder, dabei oft unterstützt durch seinen Begleiter Knecht Ruprecht, in anderen Ländern auch Schmutzli, Krampus, Housecker oder Zwarte Piet genannt.

Bedeutung und Wirkung haben sich im Lauf der Geschichte gewandelt. Geblieben ist die Begegnung mit einer Figur, deren Gaben man erhofft.


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